Gewalt gegenüber Beschäftigten ist auch im öffentlichen Dienst längst kein Einzelfall mehr. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen bundesweiten Befragung im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), durchgeführt durch das forsa-Institut.
Demnach haben 36 Prozent der Beschäftigten mit regelmäßigem Kontakt zu betriebsfremden Personen innerhalb der letzten zwölf Monate verbale oder psychische Übergriffe erlebt. Am häufigsten handelt es sich dabei um Beschimpfungen und Beleidigungen (32 Prozent). Weitere Formen sind Schikane, Verleumdung oder Bloßstellung (12 Prozent), Drohungen und Erpressung (7 Prozent) sowie sexualisierte psychische Gewalt (6 Prozent).
Besonders betroffen sind Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der öffentlichen Verwaltung. In diesen Bereichen berichten mehr als die Hälfte der Befragten von entsprechenden Erfahrungen.
Diese Zahlen verdeutlichen: Auch im Landratsamt ist das Thema relevant. Deshalb haben Landrat Thomas Ahke und der Personalrat des Landratsamtes Unstrut-Hainich-Kreis eine gemeinsame Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz unterzeichnet.
Die Erklärung formuliert die klare Haltung der Verwaltungsspitze und aller Beschäftigten: Gewalt – in jeglicher Form – wird nicht toleriert. Sie benennt konkrete Verhaltensweisen, zeigt mögliche Konsequenzen auf und sichert betroffenen Kolleginnen und Kollegen Unterstützung zu.
Um den Schutz der Beschäftigten weiter zu stärken, sind folgende Maßnahmen geplant:
• Entwicklung eines umfassenden Schutzkonzeptes für Beschäftigte
• Durchführung von Schulungen, insbesondere Deeskalationstrainings
• Sensibilisierung für bestehende Regelungen, z. B. den Leitfaden zur Erteilung von Hausverboten
Ziel ist es, allen Mitarbeitenden ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten und sie im Umgang mit schwierigen Situationen bestmöglich zu unterstützen.
Thomas Ahke
Landrat
Stefan Dahlke
Fachkraft f. Arbeitssicherheit





